Auf den Spuren von Balthasar Neumann                 22.02.2011

Der Jahrgang 44/45 stattete dem Klostermuseum in Neresheim
einen Besuch ab. Empfangen wurde die Gruppe von Pater Bruder Wolfgang.

Den Rundgang durch die Räume übernahm Herr Manfred Popp.
Schon von Beginn  merkte man dem engagierten Museumsführer an, dass er durch seine sehr sachkundigen Erläuterungen das Interesse der Teilnehmer weckte und dabei das "Klostermuseum leben ließ."
Der Rundgang begann in der Prälatur, in der wir einen Überblick über die Kloster-und Baugeschichte, sowie über die historische Bedeutung der Abtei erfahren durften. An einem Modell wurde die bewegte Geschichte von seiner Gründung im Jahr 1095 veranschaulicht. 
Eines der architektonisch schönsten Räume des Baukomplexes 
ist der "Aurelisaal". Der Raum erinnert an jene Äbte und Bauherren, denen Neresheim seine Erhebung zum Reichsstift verdankt.  
Ein weiterer Raum ist ganz dem Wirken von Balthasar Neumann gewidmet. Hier wurde die spannende Entstehungsgeschichte der Neresheimer Abteikirche, sowie die Visionen des Architekten der Gruppe erklärt.
Eine weitere Besonderheit sind die Deckenfresken in der Abteikirche, die dem Tiroler Maler "Martin Knoller" zu verdanken sind. 7 Ölstiche sind eigens in Vitrinen ausgestellt, die Knoller als Vorlage für die Deckengemälde anfertigte. Im Klausurbereich befindet sich eine "Alte Bibliothek" und im Armarium ist  eine alte Sammlung von barocken Lehrmitteln untergebracht. Auch die Mönche verstanden sich als Lehrmeister handwerklicher Fähigkeiten.
Zum krönenden Abschluss wurden wir in den Festsaal geführt. 
Der von Dominikus Zimmermann erschaffene Barockraum ist mit einer äußerst reichen Stuck- und Freskomalerei ausgestattet.
Der Museumsrundgang endete im Michaelisaal, dem früheren Tafelzimmer der Reichsabtei. Der Saal steht für Sonderschauen und Vorträge.
Bei Kaffee und Kuchen in der Klosterschänke ließen wir den eindrucksvollen Nachmittag ausklingen.