12.Febr.2012

Lebhafte Debatte im Landtag mitverfolgt!

Klirrende Kälte begleitete die Ausfahrt des Jahrsgang 44/45 zum Landtag nach Stuttgart. Man war gespannt, denn für viele der zahlreichen Teilnehmer war es der erste Besuch im Landtag.

Die Tagesordnung der Sitzung am 10.2.2012 mit Themen rund um die Bildungs-/Schulpolitik ließ eine lebhafte Debatte vermuten.

Doch bevor sich die Türen zum Plenarsaal öffneten, gab es interessante

Informationen über die Arbeitsweise des Landtages, der Fraktionen und deren Ausschüsse. Immerhin galt es für den diesjährigen Haushalt rund

9.000 Positionen in den Vorberatungen „unter die Lupe" zu nehmen.

Bemerkenswert war auch, die minutiöse Arbeitsweise der Stenografen erklärt zu bekommen.

Dann saß man im Plenarsaal mit einen guten Blick von oben auf unsere Volksvertreter, und hier besonders auf die beiden Vertreter unseres Landkreises, Andreas Stoch und Bernd Hitzler.

Die Debatte, im speziellen zur Schulpolitik, war ein Schlagaustausch unter anderem zu Fragen der Gemeinschaftsschule, dem Gymnasium mit G8 und G9, über die finanzielle Aufstockung bei der Schulsozialarbeit, den unterschiedlichen Auffassungen beim Klassenteiler und letztlich auch Fragen zur frühkindlichen Erziehung. Oder erfreulicherweise auch über die Zusage von 200 Stellen bei der Krankheitsvertretung an den Schulen.

Als jedoch Kultusministerin Warminski-Leutheußer in ihrem Redebeitrag von einer Bildungspolitik sprach, die „Ideen zulässt" und somit auf die modernen Bausteine der jetzigen Landesregierung in Sachen Schul- und

Bildungspolitik hinweist, wurden die Zwischenrufe der Opposition immer heftiger und lauter bis hin zu dem Vorwurf: Man solle den Mund nicht zu voll nehmen.

Verfolgt man als Zuhörer erstmalig eine solche Generalabrechnung innerhalb der Beratungen zum Haushalt, so kann man sicher viel Interessantes daraus erkennen und mitnehmen. Von einer Sache aber waren alle Zuhörer auf der Tribüne enttäuscht, nämlich von der Redekultur, welche in diesem Landesparlament herrscht. Die ständigen lauten Zwischenrufe aus allen Richtungen machten es dem Zuhörer schwer, den einzelnen Redebeiträgen zu folgen. Der Landtagspräsident Wolf musste zumindest an diesem Tag wiederholt das Plenum zur Ruhe mahnen.

Ruhiger ging es dann in der separaten Aussprache mit den beiden Vertretern unseres Landkreises, den Abgeordneten Stoch und Hitzler, zu. Im Mittelpunkt der zahlreichen Fragen stand auch hier die Schul- und Bildungspolitik. Beide Abgeordneten gaben einen kurzen Einblick in Ihre parlamentarische Arbeit und ihre Schwerpunkte. Peter Joel bedankte sich im Auftrag der Gruppe für diese sehr interessanten Stunden im Landtag.

Nach einer Mittagspause im sehr gemütlichen „Ochsen Willy" nutzten die Teilnehmer die Zeit für Besuche im Haus der Geschichte, der Kunsthalle, der Stauffenberg-Ausstellung oder der großen Markthalle.

Dass viele Jahrgängler in den „Wärmestuben" auf der Königsstraße anzutreffen waren, war bei der zugigen Kälte an diesem Tag mehr als verständlich.