Ulmer Trinkwasser – einst und heute

In Ulm, um Ulm und um Ulm herum..... Dieser bekannte Zungenbrecher wäre nach dem Besuch des Jahrgangs 44/45 um den Zusatz und

u n t e r Ulm herum zu ergänzen. Zum Thema „Ulmer Trinkwasserversorgung vom Mittelalter bis zur Neuzeit" konnten die zahlreichen Teilnehmer durch die sehr fachkundige Gästeführerin Silvia Waller viel erfahren. Der Handelsplatz Ulm hatte im Mittelalter nach Lübeck die älteste Wasserversorgung, und die galt es auch zu verteidigen. Die „Soldatenhäuser" im Bereich des Seelhaus Brunnenwerkes zeugen heute noch von der mächtigen Wehranlage an dem Fluss Blau.

So musste Gerhard Bantel, der die Ausfahrt sehr gut vorbereitet hatte, einigen Teilnehmern mehrmals Mut zu sprechen, wenn es galt, im Untergrund ganze Straßenzüge zu durchqueren.

Im „Wassermuseum" staunte man über die verschiedenen Anschlusstechniken, wobei die immer führende Rolle der Ulmer

Wasserversorgungsgeschichte deutlich zum Ausdruck kam.

Wie war festzustellen: Der Wasserzins wurde z. B. im Jahre 1426 von Wassergeschworenen festgelegt, die übrigens gleichzeitig auch Mitglieder des Hohen Rates waren. Für den Besitzer des „Kargbad" bedeutete dies damals einen jährlichen Wasserzins von 10 Pfund.

In bester Erinnerung bleiben die Erklärungen der Gästeführerin Silvia

Waller vor einigen der schönen Brunnen, wie dem Neptunbrunnen oder dem Georgsbrunnen. Diese „Röhrenkästen" prägen das heutige Stadtbild, und ein jeder hat sein eigenes „Geschichtle".

Bei so viel neu gesammeltem Wissen zum Thema Wasser blieb der Durst nicht aus. Es musste an diesem Nachmittag im Fischerviertel nicht unbedingt nochmals Wasser sein. Aber zur Herstellung eines guten Ulmer Bieres wird Wasser benötigt. Wobei wir wieder beim Thema wären......

Weitere Informationen unter www.giengenjahrgang 44-45